WissenstestWürzburg-Land - Mit dem Thema „Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz“ haben sich in den vergangenen Wochen 506 Jugendliche aus 52 Jugendfeuerwehren der Kreisbrandinspektion Würzburg beschäftigt. Bestens vorbereitet von ihren Jugendwarten konnte Kreisjugendwart Dominik Olbrich und die Kreisbrandinspektoren (KBI) Heiko Drexel, Michael Reitzenstein, Karl Menth und Winfried Weidner an vier Abnahmetagen in den einzelnen Inspektionsbereichen des Landkreises Würzburg allen Teilnehmern die Abzeichen der Stufen 1 – 4 überreichen.

Aufbau der Feuerwehr

Als anspruchsvolles Thema lernten die Jugendlichen in der Vorbereitung auf den Wissenstest die grundlegende Struktur der Feuerwehr kennen. Die Feuerwehr ist keine Organisation für sich, sondern sie handelt im Auftrag der Städte und Gemeinden. Städte und Gemeinden sind demnach per Gesetz verpflichtet den abwehrenden Brandschutz und den technischen Hilfsdienst für ihr Gemeindegebiet zu gewährleisten und dafür Feuerwehren aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten. „Chef“ der örtlichen Feuerwehr ist der jeweilige Kommandant. Daneben besteht der Feuerwehrverein, der vom 1. Vorsitzenden geleitet wird. Als Leiter der Feuerwehr steht dem 1. Kommandanten der 2. Kommandant als Stellvertreter, sowie Gruppenführer und weitere besondere Funktionsträger, wie beispielsweise Jugend- oder Gerätewarte bei Seite. Wichtig war in diesem Zusammenhang auch, den Jugendlichen der Jugendgruppen der Feuerwehren ihre eigenen Rechte und Pflichten, die sich in Abhängigkeit ihres Alters ergeben zu verdeutlichen. So haben alle Jugendlichen die Pflicht an der Feuerwehrausbildung teilzunehmen und sich bei Dienstverhinderung beim Jugendwart zu entschuldigen; auch das Befolgen von Anweisungen der Dienstvorgesetzten und das Tragen und die Pflege der Schutzkleidung gehört zu den Pflichten der Feuerwehranwärter. Dafür stehen den Jugendlichen aber auch Rechte, wie Versicherungsschutz, Ersatz von Sachschäden, Bereitstellung von Schutzkleidung oder ein Recht auf Ausbildung zu. Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr haben die Jugendlichen außerdem das Recht an der Wahl des Kommandanten teilzunehmen, sowie während der Arbeit – nicht während der Schule – für den Feuerwehrdienst frei gestellt zu werden und bei mehr als vierstündiger Dienstleistung Anspruch auf kostenlose Verpflegung.

Jugendschutz

Im zweiten Teil des Wissenstests wurden den Feuerwehranwärtern ihre allgemeinen Rechte und Pflichten aus dem Jugendschutzgesetz dargestellt. So lernten die Jugendlichen, das für sie das Rauchen und der Konsum von Spirituosen und branntweinhaltigen Getränken bis 18 Jahren verboten ist. Bier und Wein darf ab 16 Jahren gekauft und konsumiert werden. Auch die besonderen Bedingungen unter denen der Aufenthalt in Gaststätten, Tanzveranstaltungen und Diskotheken unter 16 bzw. 18 Jahren möglich ist, wurden in Vorbereitung auf den Wissenstest besprochen.

Bayernweiter Wettbewerb

Der Wissenstest kann bayernweit einheitlich von den Jugendfeuerwehren einmal jährlich abgelegt werden. Die Themen werden jährlich festgelegt und greifen allgemeine Feuerwehrthemen und jugendspezifische Problemstellungen auf. Erarbeitet wird er von einem Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern der Jugendfeuerwehr Bayern und der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg.

Beim Wissenstest wurde dieses neuerlangte Wissen durch einen Fragebogen abgefragt und durch praktische Übung veranschaulicht. So musste, gestaffelt nach den Schwierigkeitsstufen des Wettbewerbs, beispielsweise Schutzkleidung zugeordnet werden, an der ersichtlich ist, welche Rechte und Pflichten der jeweilige Feuerwehrmann, gestaffelt nach Alter hat.

Teilnehmerzahlen

Aus dem Inspektionsbereich „Mitte“ unter Leitung von KBI Heiko Drexel nahmen insgesamt 80 Jugendliche (10 Jugendgruppen), aus dem Bereich „Nord/Ost“ mit KBI Michael Reitzenstein an der Spitze 145 Jugendliche (12 Gruppen), aus dem Inspektionsbereich „Süd“ mit KBI Karl Menth 104 Jugendliche (11 Gruppen) und aus dem Bereich „West“ mit KBI Winfried Weidner 177 Jugendliche aus 10 Jugendfeuerwehrgruppen.

Großer Dank für die gute Zusammenarbeit

Zum Abschluss der Abnahmetage dankten Kreisjugendwart Dominik Olbrich zusammen mit dem zuständigen Kreisbrandinspektor allen Jugendlichen für ihr Engagement und bat sie, der Feuerwehr treu zu bleiben. Er danke außerdem allen Jugendwarten und Ausbildern in den Feuerwehren für ihren Dienst mit der Jugend und den Schiedsrichter-Teams, den Abschnittsjugendwarten und Kreisbrandmeistern für die gute Zusammenarbeit bei der Abnahme des Wissenstest 2015.

Weitere Infos auch auf der Seite des Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg

 

Dieser Bericht steht als Pressemitteilung des FB Öffentlichkeitsarbeit auch zum Download bereit.
Bericht & Fotos: Dirk Wiesner


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